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„Der Sandmann“ fährt auf die große Bühne nach Potsdam

Theaterproduktion der Lichtenberg-Schule unter der Leitung von Nikolaos Lampos wurde ausgezeichnet

Das Theater an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule hat eine lange Tradition und feiert dieses Jahr einen sehr großen Erfolg, denn die Produktion „Der Sandmann“ vom DS-Kurs Q4 unter der Leitung von Herrn Lampos wurde als die beste Schultheaterproduktion Hessens ausgezeichnet und wurde somit zum „Schultheater der Länder“ eingeladen.

Das Schultheater der Länder (SdL) ist das größte Schultheaterfestival in Europa und findet jährlich seit 1985 in einem anderen Bundesland Deutschlands statt. Jedes Jahr gibt es einen neuen thematischen bzw. theatralen Schwerpunkt. Dieses Jahr lautet das Festivalmotto „Theater. Film“. Es geht allerdings weniger um den bloßen technischen Einsatz des Mediums Film, sondern vielmehr um ästhetische Anleihen aus dem Film, um andere narrative Strukturen, um Verfremdungsmöglichkeiten und eine veränderte Dramaturgie als auch um den Film an sich als Kulturphänomen.

Die Länderjury aus jedem Bundesland nominiert drei Schultheaterproduktionen aus den Schulformen Grundschule, Sekundarstufe I und II. Anschließend wählt eine Bundesjury eine Produktion aus, die das jeweilige Bundesland beim Festival vertreten darf. Die ausgewählten Produktionen zeichnen sich durch eine besondere ästhetische Qualität und Vielfalt aus, die impulsgebend für die schulische Praxis sind. Die Preisträger erhalten beratende Unterstützung durch Coaches im Vorfeld des Festivals und – viel wichtiger – sie nehmen mit ihrer Produktion am sechstägigen Festival teil und dürfen ihre Inszenierung an einem Staats- oder Stadttheater aufführen. Das Hans-Otto-Theater in Potsdam, das vom bekannten Architekten Gottfried Böhm entworfen wurde, ist der diesjährige Austragungsort. An diesem Theaterfest nehmen nicht nur rund 300 Schülerinnen und Schüler sowie 150 Theaterlehrende und Theaterpädagogen teil, sondern auch zahlreiche Werkstattleiter und Referenten, wie z.B. Theaterregisseure, Dramaturgen und Schauspieler. Im Rahmen der zeitgleich stattfindenden Fachtagung wird das Festivalthema auch wissenschaftlich beleuchtet und in Workshops und Fachforen didaktisch vertieft. Somit ist dieses Festival weniger ein Wettbewerb, sondern vielmehr ein Forum für den Austausch zwischen Theaterprofis, Lehrern und Schülern, die alle eines gemeinsam haben: die Begeisterung für das Theater. Vor allem die Schülergruppen profitieren enorm davon, da sie sich untereinander sowie mit Profis austauschen und somit neue Impulse bekommen.

Von: Nikolaos Lampos

Jun, 01, 2017

  DS

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