Musik 5–7: Sinngeklassen

an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule
Wir beginnen den Singeunterricht mit spielerischen Übungen zur Stimmbildung z.T. in Verbindung mit rhythmischen Spielen auf „Solmisationssilben“ in Anlehnung an den Singeunterricht von Ralf Schnitzer und Malte Heygster. Die Konzentration liegt dabei hauptsächlich auf der Schulung des Hörens, der wichtigsten Grundlage dafür, Töne sauber zu treffen. Der Unterricht findet meist im Sitzkreis bzw. im Stehen statt. Mit der Zeit werden Lieder aus verschiedenen Epochen, sowohl aus der aktuellen Popmusik als auch aus vergangenen Zeiten, erarbeitet.
Die Gruppengröße entspricht in etwa einer Klassenstärke. Die Kurse wenden sich an alle Schüler/innen, die bereits privaten Musikunterricht erhalten und kein weiteres Instrument mehr erlernen wollen. Egal welches Instrument man erlernt, die Auseinandersetzung mit der eigenen Stimme als Instrument ist immer auch förderlich für jedweden privaten Instrumentalunterrricht.
Aber auch bisher musikalisch nicht geförderte Kinder können an diesen Kursen problemlos teilnehmen. Die Solmisationsübungen sind für alle Kinder in der Regel Neuland. Musiktheoretische Inhalte werden anhand des zu erarbeitenden Liedguts erarbeitet und in den musikpraktischen Zusammenhang gestellt.
Wir bemühen uns darum, auch den so genannten „Brummern“, also den Kindern, die Melodien auf einer einzigen, meist tiefen Tonhöhe singen, geduldig die Freude an melodischen Verläufen zu vermitteln. Wir zwingen die Kinder nicht, einzeln vorzusingen. Wichtig ist die Bereitschaft des Kindes, Übungen auszuprobieren, anderen zuzuhören und sich auf das Abenteuer Stimme einzulassen.