Kategorie: „Physik”

Nanotechnologie in Klasse 6

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Ferrofluid? Wie viele von 100 zufällig Befragten auf dem Kasseler Königsplatz würden wohl sagen können, wie man dieses Wort korrekt ausspricht – oder gar, was ich hinter diesem Begriff verbirgt?

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6E haben mit dem Schuljahr 2015/2016 mit dem Physikunterricht begonnen und hatten daher nur wenige Monate Erfahrung, als die Projektarbeit zum Thema „Magnetismus“ mit Ferrofluid im Dezember 2015 und Januar 2016 durchgeführt wurde.

„Magnetismus“ war, abgesehen von Vorerfahrungen aus Grundschule und Elternhaus, Neuland für die meisten Schülerinnen und Schüler. Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen wurde ihnen das Ferrofluid als magnetisierbare Flüssigkeit vorgestellt. Im Ferrofluid sind winzige kleine Eisenpartikel enthalten. Da deren Größe im Nanometerbereich liegt, ist das Ferrofluid eine Flüssigkeit aus dem Bereich der Nanotechnologien.
Mit in Gläsern „eingesperrtem“ und in Salzwasser schwimmendem Ferrofluid und verschiedensten Magneten durften erste Experimente gemacht und so die Wirkung eines magnetischen Feldes auf vielfältige Art erfahren werden. Hierbei zeigten sich die Schülerinnen und Schüler auch von den ästhetischen Aspekten – wie dem Bilden einer „Seerose“ oder „Stacheln“ – sehr begeistert.

Nach dem Konzept des „Forschenden Lernens“ bekamen die Schülerinnen und Schüler dann den Auftrag sich in Gruppen eine eigene Fragestellung zu überlegen, der sie auf den Grund gehen möchten. Es war hier das erste Mal für die Schülerinnen und Schüler sich ein eigenes „Forschungsprojekt“ zu suchen und dann der Frage gezielt durch Versuche auf den Grund zu gehen, so wie die Ergebnisse wieder zu interpretieren und zu formulieren.
Die Darstellung auf den Plakaten führte dazu, dass die Kinder ihr Vorgehen und ihre Entdeckungen intensiv durchdachten.
Beim sich anschließenden „Galerierundgang“ (mindestens einer aus der Gruppe bleibt beim Plakat, um erklären zu können, die anderen besuchen weitere Plakate) waren alle mit Spannung und Feuereifer dabei.
Anschließend wurden die Plakate nach Saarbrücken zum Verein cc-NanoBioNet geschickt, der einen Wettbewerb zum Arbeiten mit Nanotechnologie in der Schule ausgeschrieben hatte.

Es freut uns sehr, dass die erarbeiteten Plakate im Herbst auf einer Ausstellung in Saarbrücken zu sehen sein werden. Als Sonderpreis erhält die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule einen Experimentierkoffer mit vielen Experimenten aus dem Bereich der Nanotechnologie.

Dr. Regina Gente

Ferro

Jun, 30, 2016

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Wettbewerb “Faszination Technik”

Die Natur hat dem Menschen schon in vielerlei Hinsicht für die Technik als Anregung gedient. So haben zum Beispiel Taucherflossen Ähnlichkeit mit den Füßen von Enten, und Flugsamen dienten als Vorbild für Gleitschirmflieger. Die Anwendung biologischer Vorbilder in der Technik nennt man Bionik: Biologie und Technik.

Beim „Schülerwettbewerb Faszination Technik: Bionik“ des VDI Landesverband Hessen (Verein Deutscher Ingenieure e.V.) wurden Schülerinnen und Schüler aufgefordert, sich nach eben solchen Vorbildern für technische Anwendungen umzuschauen. Dieser Herausforderung haben sich 6 Schülerinnen und 2 Schüler der Klasse 6e der Georg-Christoph-Lichtenberg Schule gestellt. Unter der Betreuung von Frau Dr. Gente, die die Klasse in Physik unterrichtet, entstanden vier Projekte.
Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten in Teams an einem Projektnachmittag in der Schule und zu Hause an ihren Themen. Es entstanden die Idee von einem Sonnenschirm, der sich nach dem Vorbild der Gänseblümchen bei Sonne öffnet und abends selbst wieder schließt und einem Schwamm, der nach dem Vorbild der Katzenzunge konstruiert ist, und so auch hartnäckigen Schmutz zuverlässig aufnimmt und selbst leicht zu reinigen ist. Auch die heimischen Singvögel, die sich im Winter als Kälteschutz aufplustern, wurden als Vorbild verwendet. Hier schlugen die Schülerinnen und Schüler vor, diesen Effekt für Bettdecken und Daunenjacken zu nutzen, damit man nachts und draußen immer angemessen gewärmt wird.
Um diese Ideen nun für den Wettbewerb präsentieren zu können, erstellten zwei Teams Plakate, ein Team entschied sich für ein Video und ein weiteres Team für eine Präsentation mit Keynote.
Die Freude war groß, als die Schülerinnen und Schüler für die Teilnahme am Wettbewerb Urkunden erhielten, die sogar vom hessischen Kultusminister unterschrieben waren.

Von: Regina Gente

Feb, 02, 2016

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