Begabtentag 2019

„30 Jahre Mauerfall – Begegnungen in der Region“

Im Zusammenschluss von neun Schulen des Landkreises und der Stadt Kassel, die das Gütesiegel für die besondere Förderung von Hochbegabten tragen, fand am 18.11.2019 zum zweiten Mal der Begabtentag im Aufgabenfeld II statt.

36 ausgewählte Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs und der E-Phase setzten sich aktiv in Stadtarchiv und Stadtmuseum mit der deutsch-deutschen Vergangenheit ab den 1980er Jahren bis hin zum Mauerfall auseinander.
Prominente Gäste waren sowohl Kassels ehemaliger Oberbürgermeister Hans Eichel als auch Bernd Markert, damaliger Bürgermeister von Kassels Partnerstadt Arnstadt.

Bereits Herr Prinz, Schulleiter des Engelsburg Gymnasiums, und Frau Knieling, Leiterin des Staatlichen Schulamts Kassel, eröffneten mit ihren persönlichen Erinnerungen an die Geschehnisse rund um den Mauerfall emotional den ereignisreichen Tag.
In seinem anschließenden kurzweiligen Impulsvortrag schilderte Hans Eichel, der spätere Ministerpräsident Hessens und Bundesfinanzminister, seine Eindrücke vom 9. November 1989 hier vor Ort in Kassel. Beginnend mit den Trabbi-Wartburg-Schlangen aus Thüringen verdeutlichte er anschaulich die anfängliche Euphorie der sich in den Straßen begegnenden Menschenmengen, verschwieg aber auch nicht die zwischenzeitlichen „Abstoßungsprozesse“ im Laufe der Jahre.

Auf diese Weise motiviert, gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an die Arbeit: Während die einen im Stadtarchiv die Gelegenheit bekamen, an Originaldokumenten zu arbeiten, besuchten die anderen die Ausstellung „Ab in die 80er“ im Stadtmuseum. Begleitet wurden sie voller Engagement von Herrn Wölbling (Stadtmuseum) und Frau Göbel (Stadtmuseum), die bereits im Vorfeld gemeinsam mit den Geschichtskollegen der beteiligten Schulen die interessanten Fragestellungen für diese Arbeitsphasen entwickelt hatten.

In der anschließenden Mittagspause in der Cafeteria des Engelsburg Gymnasiums blieb Zeit für den schulübergreifenden Austausch innerhalb der Gruppen, bevor in die jeweils andere Arbeitsphase gewechselt wurde.
Auch in der späteren kurzen Kaffeepause tauschten alle Beteiligten Eindrücke und Ergebnisse untereinander aus, um schließlich in die Podiumsdiskussion mit den Zeitzeugen zu starten.
Hans Eichel, Bernd Markert, Erhard Schäffer (ehemaliger Abteilungsleiter Katastrophenschutz) und Gudrun Lippold (Industriekauffrau) stellten sich hierbei den anregenden Fragen der Schülerinnen und Schüler, wodurch sich ein lebhafter und lehrreicher, aber auch persönlicher Austausch entwickelte. Den Zeitzeugen stellte sich die schwere Aufgabe, auf die zahlreichen Fragen nicht zu umfangreich zu antworten, um möglichst vielen gerecht werden zu können.
Am Ende konnten Organisatoren, Schülerinnen und Schüler sowie geladene Gäste auf einen gelungenen Tag zurückblicken, der einen guten Einblick in die damaligen Vorgänge gewährt und Lust auf eine persönliche Weiterverfolgung des Themas geweckt hat.

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Von unserer Schule nahmen diese Personen teil: