Inne halten – Perspektivwechsel – Gestalten

Dank einer fantastischen Fortbildung bei Christa Kaletsch und Stefan Rech, vom Projekt Gewaltprävention und Demokratielernen (GuD), haben wir einen neuen Blick auf unsere Tätigkeiten und Angebote werfen können. Die Fortbildung hat den Titel: „Demokratielernen – Impulse und Anregungen für den Unterricht, Projektwochen und Schulentwicklung“. Sie beinhaltet unter anderem eine intensive Auseinandersetzung mit den Kinderrechten und ist auf 8 Fortbildungstage auf das Jahr 2019 – 2020 verteilt.
An dieser Fortbildung nehmen 5 Lehrkräfte (Conny Dötenbier, Ursula Heinemann, Isabell Kaufhold, Diane Zekl, Markus Grebe) und die Schulsozialarbeiterin (Stefanie Riedel) gemeinsam teil.

Wir diskutierten, warum Menschen- und Kinderrechte handlungsleitend für die Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen sind, und lernten neue Methoden kennen, um Konflikt- und Aushandlungskompetenzen zu vermitteln. Zitat: „Die Welt ist komplex und unüberschaubar geworden. Deshalb ist es wichtig, Wege zu finden, soziale Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten in ihrer globalen, lokalen und subjektiv erlebten Wechselseitigkeit wahrzunehmen.“ (Ausschreibungstext der Fortbildung „Zusammenleben neu gestalten“)

Ziel ist es, eine „perspektiverweiternde Situations- und Ressourcenanalyse“ mit der Betrachtung unserer Lern- und Handlungsfelder in der Schule vorzunehmen.
Wir arbeiteten Aspekte heraus die ein Mensch braucht, um sich mit Anderen im schulischen Rahmen entfalten zu können, zum Beispiel:

entspannte ruhige Atmosphäre, keine Leistungserwartung, Wertschätzung, Neugier, Freiheit, ehrlicher offener Umgang miteinander (Vertrauen), Respekt, sich ernst genommen fühlen, so wie ich bin (Akzeptanz), Nahrung (Grundbedürfnisse), Schutz und Sicherheit, Zeit,

… und warfen dann einen Blick auf die menschenrechtlichen Grundlagen, die Kinderrechte und anschließend auf deren Umsetzung in unserer Schule.
Am „Tag der offenen Tür“ im Dezember 2019 gestalteten wir eine große Wand, um bildlich darzustellen, welche Angebote unsere Schule bietet:

Kinderrechte: Schutz – Förderung – Gleichheit – Partizipation

Unsere Angebote:

Das Recht auf Schutz:
(Räume, Anlaufstellen, Unterstützung)
Schulsozialarbeit (Klassen- und Projekttage, Beratung und Begleitung)
Mentor*innen für die Kinder im Jahrgang 5
Mediator*innen
Schulsanitäter*innen
Fahrbegleitung
Digitale Held*innen

Das Recht auf Beteiligung und Mitbestimmung:
(Partizipation und Mitgestaltung) Schüler*innenvertretung (SV)
Klassenrat (jede Woche eine Stunde)

Das Recht auf Förderung und Entwicklung:
Beratung- und Förderzentrum (BFZ)
Schulbibliothek
Förderunterricht

Das Recht auf Nicht-Diskriminierung:
(Gleichheit, Gleichbehandlung)
Projekttage (Konfliktlösung, Suchtprävention, Identität/Persönlichkeit, Mobbing/Cybermobbing, etc.)
2-3 Klassentage im Jahrgang 5 (Soziales Lernen, Internet-/Medientage)
Einführungswoche der Oberstufe (Arbeit im Team Aktionen)

Die Arbeitsgrundlage der Schulsozialarbeit ist der Blick auf das Wohl des Kindes. Aber auch im Unterricht achten wir auf die Einhaltung der Basis für eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, wir agieren ganz selbstverständlich nach den Inhalten und Grundsätzen der Kinderrechte.
Die präventiven Angebote mit Klassen und Gruppen sowie die beratenden und begleitenden Tätigkeiten zum respektvollen und gewaltfreien Umgang miteinander sind uns an unserer Schule sehr wichtig.
Wir wollen „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ werden und uns damit für einen ganz selbstverständlichen, respektvollen Umgang miteinander einsetzen.

 

Von: Stefanie Riedel

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