Auf dieser Seite befinden sich alle wichtigen Informationen zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

BNE Uebersicht

Die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule Kassel hat sich das Ziel gesetzt, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Umweltschutz als zentrale Elemente ihres schulischen Selbstverständnisses zu verankern. Diese Ausrichtung ist Teil der langfristigen Schulentwicklung. Im September 2025 wurde die Schule erstmals als „Umweltschule Hessen“ ausgezeichnet – eine Anerkennung des Hessischen Kultus- und Umweltministeriums für ihr herausragendes Engagement in den Bereichen Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz. Diese Auszeichnung unterstreicht, wie BNE aktiv im Schulalltag gelebt und integriert wird.

Die Schule setzt auf eine Vielfalt praxisnaher Projekte, die Nachhaltigkeit für Schülerinnen und Schüler konkret erfahrbar machen und bei der es auch um demokratische Teilhabe geht: Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung für eigene Projekte, etwa im Rahmen der Umwelt-AG und der Garten-AG, und gestalten so ihren Lern- und Lebensort mit.

Die Schule arbeitet eng mit anderen Bildungseinrichtungen und externen Partnern zusammen. Beispiele sind die Kooperation mit der Uni Kassel, gemeinsame BNE-Informationsveranstaltung mit der Georg-August-Zinn-Schule Kassel, die Zusammenarbeit mit Energie2000, Clever fürs Klima sowie lokalen Akteuren (Ortsbeiräte, Stadtreiniger, Frauentreff Brückenhof, Kooperation mit verschiedenen NGOs). Diese Kooperationen stärken den Austausch und fördern die Entwicklung innovativer Lernformate.

Nachhaltigkeit wird an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule nicht nur als Thema, sondern als gelebte Kultur verstanden. Im Mittelpunkt stehen Werte wie Solidarität, Achtsamkeit und Verantwortung. Die Schule schafft Lernräume, in denen Schülerinnen und Schüler interdisziplinäres Wissen erwerben, vorausschauend handeln und sich an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen beteiligen können. Durch die Integration von BNE in den Schulalltag wird ein Bewusstsein für ökologische, soziale und ökonomische Zusammenhänge gefördert – ein zentraler Baustein für eine zukunftsfähige und lebenswerte Welt im Sinne des „Whole Institution Approach“ des UNESCO-Programms BNE 2030.

Die Auszeichnung als „Umweltschule Hessen“ ist sowohl Anerkennung als auch Motivation für die Zukunft. Die Schule sieht sich bestärkt, ihren Weg als Lernort für Nachhaltigkeit weiterzuverfolgen und neue Projekte zu entwickeln, die das Denken und Handeln aller Schulmitglieder im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung prägen.

Klimabildungswoche für den Jg. 5

Als zertifizierte Umweltschule ist es uns ein zentrales Anliegen, Schülerinnen und Schüler frühzeitig für ökologische Zusammenhänge zu sensibilisieren und sie zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit ihrer Umwelt zu befähigen. Ein wichtiger Baustein dieses Bildungsauftrags ist die Klimabildungswoche für den gesamten Jahrgang 5.

In dieser Woche steht das Kennenlernen der Grundgedanken der Umweltschule im Mittelpunkt. Alle Kinder des Jahrgangs 5 setzen sich altersgerecht und praxisnah mit Themen rund um Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit auseinander. Dabei geht es unter anderem um Fragen wie: Was bedeutet Klimaschutz im Alltag? Warum ist ein achtsamer Umgang mit Ressourcen wichtig? Und wie kann jede und jeder Einzelne zum Schutz unserer Umwelt beitragen? Durch abwechslungsreiche und handlungsorientierte Settings, praktische Aktionen und gemeinsames Arbeiten können die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen erweitern und eigene Handlungsmöglichkeiten entdecken. Besonders wichtig ist uns dabei, nicht nur Informationen zu vermitteln, sondern auch Neugier, Verantwortungsgefühl und Motivation zu fördern.

Mobilitätstag für den Jg. 9

Am Mobilitätstag, der in der Europäischen Mobilitätswoche liegt, verwandelt sich unser Schulgelände in einen lebendigen Lern- und Erlebnisraum: Der Aktionstag für nachhaltige Mobilität bietet unseren Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 9 die Möglichkeit, sich aktiv und kreativ mit dem Thema umweltfreundlicher Fortbewegung auseinanderzusetzen. An verschiedenen Stationen können die Klassen nicht nur ihr Wissen erweitern, sondern auch selbst mitgestalten, ausprobieren und diskutieren, beispielsweise an den Info- und Aktionsständen von Umweltverbänden wie Greenpeace und dem B.U.N.D. Deutschland, die eindrucksvoll über globale und lokale Mobilitätsfragen informieren und zum Nachdenken anregen. Bewegung kommt dabei nicht zu kurz: Ein Mountainbikeparcours fordert Geschicklichkeit und Mut und macht allen Lernenden sichtlich großen Spaß. Auch beim Bobbycarrennen mit integrierter Geschwindigkeitsmessung – organisiert von unserem Physik-Fachbereich – ist die Begeisterung deutlich spürbar. Wer lieber anpackt, kann beim Fahrradreparatur- und Pflegeworkshop praktische Fähigkeiten erlernen.

Auch der theoretische Input kommt nicht zu kurz: In der Analyse des eigenen Mobilitätsverhaltens sowie in der Zukunftswerkstatt entwickeln die Jugendlichen Ideen, wie nachhaltige Mobilität im Schulalltag noch stärker verankert werden kann. Zum Abschluss bietet ein gemeinsamer Filmbeitrag mit anschließenden Diskussionstischen Raum für vertiefte Gespräche und unterschiedliche Perspektiven zu Aspekten nachhaltiger Mobilität.

Projekttag Nachhaltigkeit für den Jg. 10/E
t.b.a. (nergieVision2050 oder Klimakonferenzsimulation)

BNE-Pulsare

Die Transformation der Schule beginnt in der Projektwoche. Wenn am LG zweimal im Jahr der reguläre Stundenplan aussetzt, dann ist das kein bloßes Pausieren des Lernalltags, sondern das Herzstück einer zukunftsgewandten Bildungsphilosophie. Wir setzen dabei auf ein klares, verbindliches Fundament: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist fest als eines von vier Oberthemen verankert – gleichberechtigt neben Demokratie und digitaler Welt, kultureller Bildung sowie Gesundheit.

Damit beweist das LG, dass Nachhaltigkeit kein modisches Label für den Wahlpflichtbereich ist, sondern ein struktureller BNE-Baustein, der die gesamte Schulgemeinschaft prägt. Indem BNE für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich ausgerollt wird, verlässt die Schule die bloße Theorie und schafft Raum für echte Gestaltungskompetenz. Das LG zeigt damit eindrucksvoll, wie moderne Schule aussehen muss: als ein Ort, der junge Menschen nicht nur auf Prüfungen vorbereitet, sondern sie befähigt, die Welt von morgen aktiv, demokratisch und nachhaltig mitzugestalten.

Umwelt-AG

Lernen und Anpacken für ein zukunftsfähiges Leben: In der Umwelt-AG wird mit Schülerinnen und Schülern gemeinsam reflektiert, geplant und projektartig durchgeführt, was wir an unserer Schule in kleinen Schritten entwickeln und verbessern können, damit das LG ein Ort ist, an dem man lernen kann, wie wir zukunftsfähig leben können.
Demokratische Teilhabe: Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung für eigene Projekte und gestalten so ihren Lern- und Lebensort aktiv mit. Die Umwelt-AG übernimmt damit eine wichtige Rolle in der praktischen Umsetzung der BNE-Schulentwicklung. Wir tragen Umwelt- und Klimathemen in die Schule und führen öffentlichkeitswirksame Aktionen durch: Infostände und Stellwandausstellungen zu Themen, die die Schülerinnen und Schüler bewegen, zu abgeschlossenen Projekten, Kuchenaktionen zur Unterstützung (sozial)ökologischer Projekte, etc.
Zu aktuellen Themen werden auch Expertinnen und Experten eingeladen oder vor Ort konsultiert, von denen wir lernen können und die z.B. bei der Umsetzung von Ideen helfen (Greenpeace, BUND, Umweltwissenschaftler, Agrarwissenschaftler, Naturpädagogen etc.).
Verantwortlich: Frau Zekl .

Garten-AG

In unserer Garten-AG werden Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 selbst zu Gärtnerinnen und Gärtnern. Gemeinsam planen, bepflanzen und pflegen wir unseren Schulgarten und erleben den Kreislauf vom Säen und Pflanzen bis zur Ernte.
Als Teil unserer Arbeit als Umweltschule vermittelt die AG zentrale Inhalte der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die Kinder beschäftigen sich praxisnah mit Biodiversität, Klima- und Ressourcenschutz, nachhaltigem Konsum und regionalen Lebensmitteln.
Dabei lernen sie Pflanzen aufzuziehen und zu pflegen, naturnah zu gärtnern, zu kompostieren und Lebensräume für Insekten zu schaffen. Gleichzeitig übernehmen sie Verantwortung, arbeiten im Team und erfahren unmittelbar, wie aus kleinen Samen Pflanzen und wertvolle Lebensräume entstehen.
So wird Nachhaltigkeit praktisch und mit allen Sinnen erfahrbar.
Verantwortlich: Frau Zöllner

Tierpflege-AG

Seit einigen Jahren sind an unserer Schule Tiere, die für Beobachtungsexperimente im Unterricht genutzt werden. Die liebevolle Pflege der Farbmäuse Fische, Schrecken, Achatschnecken u.a. übernehmen überwiegend die neuen Lichtenzwerge.
Ein Aspekt der Tierpflege-AG ist der Umgang und die Beschäftigung mit Tieren, die sonst wenig Beachtung finden bzw. die Angst und Ekel erzeugen. Dazu gehören Insekten, die gespenstisch aussehen (Gespenst- und Stabschrecken), aber auch Asseln, die in Kellern bekämpft werden. Auf schleimige Schnecken und Kompostwürmer lassen sich die meisten auch nicht freiwillig ein.
Durch die Pflege lernen sie jedoch die harmlosen Tiere, ihre Besonderheiten und speziellen Angepasstheiten, auf eine andere Art und Weise kennen und schätzen.
Verantwortlich: Frau Lorenzana

Nachhaltigkeit als System im Whole School Approach

Die Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wird am LG nicht nur als punktuelles Unterrichtsthema verstanden, sondern als ein zentrales, institutionelles Handlungsfeld im Sinne des sogenannten „Whole School Approach“. BNE am LG ist kein temporäres Projekt, sondern ein kontinuierlicher, systemischer Prozess, der die gesamte Schule erfasst und sie als wiederholt ausgezeichnete „Umweltschule Hessen“ profiliert.

Dies zeigt sich auch an der Implementierung von BNE-Bildungsformaten im Schulalltag: Bereits in 2024 fand erstmals eine jahrgangsweite BNE-Informationsveranstaltung für den Jg. 10 unter dem Titel „EnergieVision 2050 – wie wollen wir leben?“ statt. Seit 2025 kooperiert das Lichtenberg-Gymnasium dabei eng mit der benachbarten Georg-August-Zinn-Schule. So kamen im Februar 2025 die gesamten zehnten Klassen beider Schulen zur „EnergieVision 2050“ am LG zusammen Dass es sich hierbei nicht um eine einmalige PR-Aktion handelte, zeigte sich im März 2026, als das Format für den nachfolgenden zehnten Jahrgang neu aufgelegt wurde. Betreut von der Hamburger Organisation Multivision setzen sich die Jugendlichen dabei bewusst nicht mit lähmenden Katastrophenszenarien auseinander. Im Zentrum steht die konstruktive Motivationsarbeit: Welche Chancen bietet die Treibhausgasneutralität, und wie lässt sich die eigene Zukunft aktiv mitgestalten?
Die gymnasiale Oberstufe (E-Phase) nutzte eine VR-Klimaexpedition, um komplexe ökologische Zusammenhänge virtuell und barrierefrei begreifbar zu machen.
Beim „Aktionstag für nachhaltige Mobilität“ für den 9. Jahrgang kooperierte die Schule nicht nur mit Greenpeace und dem B.U.N.D., sondern übertrug die Verantwortung direkt an die Lernenden. Die Umwelt-AG leitete eigenverantwortlich Fahrradreparatur- und Pflegeworkshops, während Oberstufenschüler die abschließenden Diskussionstische moderierten. In einer integrierten Zukunftswerkstatt analysierten die Jugendlichen ihr eigenes Verhalten, um umweltschonende Mobilität fest im Schulbetrieb zu verankern.

Als neues BNE-Bildungsformat ist in diesem Jahr die Klimabildungswoche für den gesamten fünften Jahrgang hinzugekommen. Sie ist ein weiterer Baustein, um unseren Anspruch, ökologische Verantwortung systematisch in der eigenen Schulentwicklung zu verankern und unser Leitbild als zertifizierte „Umweltschule“ im Sinne des Whole School Approaches von der Basis aufwärts institutionell zu leben.

Im Zentrum der Projektwoche steht das Ziel, die jüngsten Schülerinnen und Schüler frühzeitig für ökologische Zusammenhänge zu sensibilisieren und ihnen praxisnah die Grundgedanken des Umweltschutzes zu vermitteln. Statt abstrakter Theorie setzten sich die Fünftklässler altersgerecht mit konkreten Alltagsfragen auseinander: Wie lässt sich Klimaschutz im eigenen Umfeld umsetzen, und was bedeutet ein achtsamer Umgang mit Ressourcen im Schulalltag?
Durch abwechslungsreiche und handlungsorientierte Settungs, praktische Aktionen und gemeinsames Arbeiten können die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen erweitern und eigene Handlungsmöglichkeiten entdecken. Besonders wichtig ist dabei, nucht nur Informationen zu vermitteln, sondern auch Neigier, Verantwortungsbewusstsein und Motivation zu fördern. Indem die Grundlagen nachhaltigen Handelns direkt in der Erprobungsstufe curricular verankert werden, baut die Schule eine kontinuierliche Bildungsbiografie auf. Nachhaltigkeit wird m LG nicht nur punktuell unterrichtet, sondern von Anfang an als fester Bestandteil der Schulkultur eingeübt.

Der Schulhof als Klimalabor: Vom Asphalt zum Lebensraum

Der Whole School Approach entfaltet seine volle Wirkung jedoch erst dann, wenn der Lernort selbst baulich verändert wird. Ein eindrucksvolles Beispiel für diese physische Transformation begann im Juni 2026 auf dem schulinternen Gelände. In einer Kooperation mit Auszubildenden des Garten- und Landschaftsbaus der Willy-Brandt-Schule Kassel und dem Verein AGiL griffen die Schülerinnen und Schüler selbst zu Spaten und Pflanzschaufeln, um Teile ihres asphaltierten Schulhofs komplett zu entsiegeln. Anstelle von leblosem Asphalt entstand unter fachlicher Anleitung ein Areal mit klimaresistenten Pflanzen, das aktiv zum Schwammstadtmodell der Stadt Kassel beiträgt. Regenwasser versickert nun direkt vor Ort, schützt vor Starkregenrisiken und mindert urbane Hitzeinseln.
Auch dieses bauliche Projekt wurde umgehend didaktisch internalisiert: Schülerinnen und Schüler entwickelten während der Projektwoche die digitale Schnitzeljagd „Mission Zukunftsstadt: Rettet unsere Stadt vor Hitze und Starkregen“. Das Spiel macht die Themen Entsiegelung und Klimaanpassung dauerhaft für die gesamte Schulgemeinde im Fach- oder Vertretungsunterricht erlebbar.

Die nachfolgend dargestellten Maßnahmen dokumentieren die systematische Weiterentwicklung der Schule im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Zeitraum 2023-2026. Dabei wurde der Lichthof gezielt als pädagogischer Entwicklungsraum etabliert, der Unterricht, Schulorganisation und Schüler-engagement nachhaltig miteinander verbindet. Parallel dazu wurde ein umfassendes, schulweit etabliertes Mülltrennungs- und Recyclingkonzept eingeführt, das alle Jahrgänge, Lehrkräfte und die Verwaltung einbindet und durch Informationsmaterialien, interaktive Unterrichtseinheiten und Anerkennungsformate für engagierte Schülerinnen und Schüler flankiert wird. Zudem haben wir unser Bildungsangebot im Bereich BNE durch jahrgansweite Bildungsformate erweitert (Jg. 5,9,10, E-Phase sowie im AG-Berich (Umwelt-AG, Garten-AG). Die Maßnahmen sind organisatorisch fest verankert, sichtbar im Schulalltag präsent und sollen künftig als Bestandteil des Schulprogramms und der erfolgten Zertifizierung zur „Umweltschule Hessen“ weiter ausgebaut werden.

  1. Handlungsfelder und curriculare Verankerung:
Der Lichthof und die Hochbeete werden kontinuierlich als Lernort im Fachunterricht sowie in fächerübergreifenden Zusammenhängen genutzt. Eine eigens konzipierte, durchgeführte und evaluierte Unterrichtsreihe im Biologieunterricht der Jahrgangsstufe 7 („Grundwissen biologischer Systeme“) ist handlungsorientiert angelegt und wird bei geeigneter Witterung vollständig im Lichthof durchgeführt. Das Unterrichtskonzept liegt der Biologiefachschaft vor und ist zur dauerhaften Aufnahme in das schuleigene Curriculum vorgesehen. Der Lichthof wird damit strukturell als „grünes Klassenzimmer“ im Schulprofil verankert.
  2. Organisationsentwicklung und nachhaltige Schulstrukturen:
Parallel zur Unterrichtsentwicklung wurde ein schulinterner Biomüll- und Kompostkreislauf aufgebaut. Wurmkisten im Lichthof ermöglichen die Herstellung von Kompost aus schulischem Biomüll, der wiederum für die Hochbeete genutzt wird. Die Mülltrennung erfolgt klassen- bzw. kursweise in allen Jahrgangsstufen, in der Oberstufe tutoriumsgebunden. Auch im Lehrerzimmer und in Verwaltungsbereichen wird der Müll getrennt. Recyclingteams mit klar definierten Zuständigkeiten sind in allen Klassen fest etabliert und organisatorisch in den Schulalltag eingebunden.
  3. Partizipation und Verantwortungsübernahme der Schülerinnen und Schüler:
Die Umwelt-AG übernimmt eine zentrale Rolle in der praktischen Umsetzung der BNE-Schulentwicklung. Schülerinnen und Schüler gestalteten den Lichthof naturnah durch Pflanzungen von Obstgehölzen und Beerensträuchern, regelmäßige Pflege ohne Pestizideinsatz sowie den eigenständigen Bau von Spalieren, Kistenmöbeln und Informationsmaterialien in der Schulwerkstatt. Durch diese aktive Beteiligung wird Verantwortungsübernahme systematisch gefördert und sichtbar gemacht. Zudem haben wir in der Projektwoche 2025 gemeinsam mit 30 Schülerinnen und Schülern 10t Erde und 6t Kalkschotter in den Lichthof eingearbeitet und dadurch sowie durch weitere Pflanzungen die Bodenfläche weiter zum Schulgarten entwickelt. Zeitgleich wurde gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der E-Phase eine PV-Anlage auf dem B-Gebäude errichtet.
  4. Qualitative Erweiterung des Bildungsangebots im Bereich BNE (Jahrgänge 9, 10, E-Phase sowie im AG-Bereich (Umwelt-AG)):
Für die Jahrgänge 9,10 und E-Phase haben wir in 2024, 2025 und 2026 jahrgangsübergreifende Bildungsveranstaltungen zu Themen der BNE durchgeführt (EnergieVision2025 Multivision Hamburg; VR-Klimaexpedition VR-Didactics, Mobilitätstag im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche). Mit der Umwelt-AG wurden zur inhaltlichen Vertiefung des Themas “ökologische Landwirtschaft / ökologisches Gärtnern” Workshops (z. B. mit einer Ökotrophologin), Exkursionen zu außerschulischen Lernorten (z.B. SoLaWi-Gärtnerei Fuldaaue) sowie projektorientierte Formate (Arbeit in der Holzwerkstatt) durchgeführt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Gestaltung des Lichthofs sowie in die Weiterentwicklung schulinterner Materialien ein, etwa von der Umwelt-AG gebaute Insektenhotels, Kistenmöbel und Infotafeln zu nachhaltigem und biologischem Gärtnern, die den Lichthof als Lernort dauerhaft unterstützen.
    Zudem besteht seit Sommer 2025 die Garten-AG, die den Schulgarten im Lichthof pflegt.
  5. Transparenz, Kommunikation und Anerkennungskultur:
Die schulischen Entwicklungsprozesse werden durch Stellwandausstellungen, Infotafeln mit QR-Codes, Homepageartikel sowie die Nutzung der Materialien in weiteren schulischen Kontexten (z. B. Biologie-, Religions- und Ethikunterricht, schulische Aktionen) transparent kommuniziert. Das Engagement der Schülerinnen und Schüler wird systematisch anerkannt, durch zentralen Einbezug in die konkrete Umsetzung der Projekte (Lichthof, PV-Anlage) sowie durch Zeugnisbemerkungen für die Recyclingteams aller Klassen und die Anrechnung besonderer Leistungen als Freiwilliges Soziales Schuljahr (FSSJ in der Umwelt-AG).