Als zertifizierte Umweltschule ist es uns ein zentrales Anliegen, Schülerinnen und Schüler frühzeitig für ökologische Zusammenhänge zu sensibilisieren und sie zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit ihrer Umwelt zu befähigen. Ein wichtiger Baustein dieses Bildungsauftrags ist die Klimabildungswoche, die in diesem Schuljahr für den gesamten Jahrgang 5 durchgeführt wurde.
In dieser Woche stand das Kennenlernen der Grundgedanken der Umweltschule im Mittelpunkt. Alle Kinder des Jahrgangs 5 setzten sich altersgerecht und praxisnah mit Themen rund um Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit auseinander. Dabei ging es unter anderem um Fragen wie: Was bedeutet Klimaschutz im Alltag? Warum ist ein achtsamer Umgang mit Ressourcen wichtig? Und wie kann jede und jeder Einzelne zum Schutz unserer Umwelt beitragen? Durch abwechslungsreiche und handlungsorientierte Settings, praktische Aktionen und gemeinsames Arbeiten konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen erweitern und eigene Handlungsmöglichkeiten entdecken. Besonders wichtig war dabei, nicht nur Informationen zu vermitteln, sondern auch Neugier, Verantwortungsgefühl und Motivation zu fördern.
Ein erster Schwerpunkt lag auf der Sensibilisierung für die Bedeutsamkeit natürlicher Ressourcen. Im Rahmen einer Exkursion zum Recyclinghof erhielten die Schülerinnen und Schüler anschauliche Einblicke in Abfalltrennung, Wiederverwertung und Ressourcenschonung und konnten erkennen, welche Rolle ihr eigenes Verhalten im Alltag spielt.
Darauf aufbauend eigneten sich die Kinder grundlegendes Wissen zum Klimawandel an. Besonders anschaulich gelang dies durch Experimente und Modelle: Versickerungsexperimente mithilfe des Wasserkoffers des Umwelt- und Gartenamtes Kassel verdeutlichten den Wasserkreislauf, so wurden Zusammenhänge rund um Wasser als lebenswichtige und klimarelevante Ressource erfahrbar gemacht. Am Schwammstadtmodell der Stadt Kassel wurde deutlich, wie Städte ihre Resilienz gegen Extremwetterereignisse wie Starkregen erhöhen können, wie Verdunstung von Wasser in klimagerecht gestalteten Arealen für eine Abkühlung des Mikroklimas und verbesserte Luftqualität sorgt und so Lebensqualität steigert.
Ein besonderes Highlight der Woche war die Lernwerkstatt Klimawandel, die von Kerstin Linne und Lennart Schenuit von Energie2000 durchgeführt wurde. Mit viel Engagement, Fachwissen und abwechslungsreichen Methoden vermittelten sie komplexe Inhalte zum Klimawandel, den daraus folgenden Änderungen für uns und wie wir darauf reagieren können. Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wurden auch die Handlungsoptionen in den Blick genommen, sowohl die Anpassung an die Folgen des Klimawandels, als auch ganz konkret mögliche Energiesparmaßnahmen in der Schule. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten mit großer Begeisterung mit und hatten sichtbar Freude daran, sich aktiv mit Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen. Die positive Lernatmosphäre und der hohe Mitmachanteil machten diesen Baustein zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten. Ergänzend schauten die Kinder sich begeistert die vom Klimarat des Staatstheaters Kassel entwickelte begehbare Installation (E) Mission Wohnung an, bei der ganz plastisch ressourcensparendes Verhalten in den eigenen vier Wänden eindrücklich erlebbar wurde.
Ein weiterer Baustein war das an der Uni Kassel entwickelte FLOX-Modul.
Speziell konzipierte Lernmodule aus dem Bereich der Biologie ermöglichten den Kindern die selbständige, offene und reflektierte Bearbeitung von Forschungsfragen sowie direkteArbeit mit Modellorganismen, die systemisches Denken hinsichtlich einer Bildung für nachhaltige Entwicklung fördern. Außerdem beschäftigten die Kinder sich im Modul Ökologie und Gesundheit mit Frühstück, das gut für das Klima und gesund für Menschen ist und lernten so etwas über den Zusammenhang zwischen Klima und Ernährung.
Die Klimabildungswoche hat den Kindern eindrücklich gezeigt, dass Klimaschutz, Ressourcenschonung und nachhaltige Ernährung eng mit ihrem eigenen Alltag verknüpft sind. Damit bildet sie eine wichtige Grundlage für weiteres Lernen und Engagement im Sinne unseres Schulprofils als Umweltschule.
Wir danken allen externen Partnerinnen und Partnern sowie allen Mitwirkenden, die durch ihre Unterstützung und ihren Einsatz zum Gelingen beigetragen haben.







