
Anlässlich des sechsten „Begabtentags Gesellschaftswissenschaften“ trafen sich am 10. und 11. November Darius Haidari, Max Rininsland und Leonie Haase mit 20 Schülerinnen und Schülern aus Stadt und Landkreis Kassel und erlebten in Kooperation mit der Caricatura und dem Stadtmuseum Kassel einen spannenden Workshop unter der Leitung des Cartoonisten Stephan Rürup. Ziel war es, die Welt der Cartoons zu entdecken – eine Kunstform, die weit mehr ist als „nur eine Zeichnung“. Cartoons können Missstände aufzeigen, übertreiben, verfremden und mit Humor gesellschaftliche Themen beleuchten.
Tag 1: Inspiration und erste Schritte
Nach einer kreativen “Fingerübung” – Zeichnungen in einer „Wolke“ – erkundeten die Teilnehmenden die Ausstellung. Sie sahen Karikaturen zu aktuellen Themen wie Klimawandel, soziale Ungleichheit, Kriege und Politik. Besonderes Interesse erweckten Werke zu Trump, dem Nahostkonflikt und Konsumkritik. Im Anschluss ging es ans eigene Zeichnen: Beim Cartoon-Speeddating entstanden in vier Runden spontane Gemeinschaftswerke. Zum Abschluss sammelten die Jugendlichen Ideen für eigene Karikaturen – von Social Media über deutsche Politik bis hin zu Diskriminierung.
Tag 2: Von der Idee zur eigenen Karikatur
Der zweite Tag begann mit einer humorvollen Aufgabe: Selbstporträts der Müdigkeit. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler, dass wenige Details wie Augen oder Mund einen Ausdruck prägen. Anschließend arbeiteten sie kreativ und motiviert an ihren eigenen Karikaturen. Stephan Rürup gab wertvolle Tipps und begleitete die Teilnehmenden individuell und wertschätzend in ihrem Schaffensprozess. Aber auch der schulübergreifende Austausch der Jugendlichen untereinander wurde als besonders gewinnbringend empfunden.
Der Workshop zeigte, wie Cartoons mit Kreativität und Witz gesellschaftliche Fragen aufgreifen können. Die Ergebnisse werden von den Mitarbeitenden der Caricatura digital aufbereitet und im Rahmen einer Online-Ausstellung zur Verfügung gestellt: Hier kann sich jeder von der Kreativität der Schülerarbeiten überzeugen!
Britta Kümmerlen

