16 Schüler und 3 Schülerinnen der Q2 starteten ihr Erasmus+ Projekt mit einer etwa fünfstündigen Zugfahrt vom Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe nach Brüssel. Nach der Ankunft folgte ein kurzer Fußweg zum Hotel, wo das Gepäck abgestellt wurde. Anschließend ging es zum Grote Markt, wo die schwedischen Austauschschüler getroffen wurden. Nach einem kurzen Kennenlernen begann eine gemeinsame Erkundung der Brüsseler Altstadt. In kleinen Gruppen nahmen die Schülerinnen und Schüler an einer kurzen Rallye teil und entdeckten dabei wichtige Sehenswürdigkeiten. Zum Abschluss des Tages gab es Freizeit in der Stadt. Viele nutzten die Gelegenheit, gemeinsam mit den Schweden essen zu gehen und sich weiter auszutauschen. So endete der erste Tag.
Am Dienstag haben wir uns beim ”Haus der europäischen Geschichte” gleich morgens wieder mit den schwedischen Schülerinnen und Schülern getroffen. Wir bekamen eine Führung in gemischten Gruppen, bei der positive sowie negative Aspekte der europäischen Geschichte anschaulich dargelegt wurden. Danach hatten wir ein gemeinsames Mittagessen bei „Maison Antoine“, ein Imbiss, welcher für seine Pommes bekannt ist und dafür, dass er bereits von Angela Merkel besucht wurde. Der Hauptpunkt des Tages war der Besuch im ”Parlamentarium”, in dem wir mehr über die Geschichte, Zusammensetzung und Funktionsweise der europäischen Union erfahren durften. Dabei gab es viele interaktive Elemente. Anschließend haben wir uns wieder mit den Schweden zusammengesetzt und unsere Erfahrungen über das Museum ausgetauscht. Für den Rest des Tages durften wir uns eine freie Beschäftigung suchen, wobei einige von uns die Zeit weiter mit den schwedischen Schülerinnen und Schülern verbracht haben.
Am Nachmittag besuchten wir das Royal Military Museum, wo wir spannende Einblicke in die Militärgeschichte Belgiens, und Europas bekamen. Die Ausstellung war sehr vielfältig und informativ gestaltet. Andere besuchten das Comic-Museum, wo man die Kunst der Bildsprache ergründen konnte.
Am Abend sind wir schließlich gemeinsam mit einigen Schweden ausgegangen, was eine tolle Gelegenheit war, neue Leute kennenzulernen und uns auszutauschen.
Am vierten Tag (Donnerstag) begann unser Programm mit einer Busfahrt nach Ypern. Dort besuchten wir gemeinsam mit den Schweden einen Workshop und die Ausstellung im Museum ”In Flanders Fields” über die Menschen und ihre Traumata im Zusammenhang mit den Schlachten des Ersten Weltkriegs in Ypern und Umgebung. Besonders eindrücklich war dabei, wie die verschiedenen Länder und Menschen den Krieg wahrnahmen, sowie die vielen Artefakte der Menschen von damals.
Im Anschluss erkundeten wir Ypern in Gruppen. Dabei besichtigten wir verschiedene Sehenswürdigkeiten der Stadt und entdeckten die in der Stadt verteilten Schlüssel, die an die Opfer aus der Zivilbevölkerung erinnern.
Nachmittags besuchten wir ein weiteres Museum zum Ersten Weltkrieg, das einen besonderen Fokus auf die Soldaten und deren Leben an der Front hatte. Wir konnten alles direkt nachempfinden, beispielsweise durch begehbare Schützengräben.
Schließlich stand der Besuch des brittischen Soldatenfriedhof Tyne Cot an. Durch die unzähligen Gräber wurde das Ausmaß des Leids und der Gewalt deutlich.
Zum Abschluss des Tages verabschiedeten wir uns von unseren Austauschpartnern aus Schweden und fuhren zurück nach Brüssel, wo wir noch Zeit hatten, die Stadt in Gruppen ein letztes Mal zu erkunden.
Nach vier ereignisreichen Tagen mit vielen wunderbaren Begegnungen stand am Freitag nur noch die Rückreise nach Kassel auf dem Programm. Im Gepäck sind neben belgischen Leckereien auch die vielfältigen Eindrücke von der EU, die mit ihrer Arbeit wesentlich dazu beiträgt, dass sich die Ereignisse des Ersten Weltkriegs nicht wiederholen. Wir sind dankbar dafür, dass wir durch die Förderung durch Erasmus+Schule diese Begegnungsfahrt mit den Schweden in Brüssel erleben durften.




